Tipp 5: Finanzierungsrisiken reduzieren
Wer sich für eine eigene Immobilie entscheidet, geht meist über einen langen Zeitraum finanzielle Verpflichtungen ein. Die monatlichen Belastungsraten müssen kontinuierlich zurück gezahlt werden und dies nicht selten über Jahrzehnte hinweg. Parallel dazu verändert sich auch der Lebenshintergrund des Darlehensnehmers. Eine wachsende Familie ist auch mit einem steigenden finanziellen Aufwand verbunden und erschwerend kommt in späteren Jahren auch noch die Finanzierung von Ausbildungskosten hinzu. Lastet die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Familie auf den Schultern eines alleinigen Verdieners, sollten Risiken frühzeitig abgesichert werden. Der Tod des Haupternährers stellt nicht nur eine persönliche Belastung dar, sondern bringt die Hinterbliebenen in große finanzielle Schwierigkeiten. Ohne einen ausreichenden Todesfallschutz ist daher der finanzielle Ruin vorprogrammiert. Belastungsraten können nicht mehr gezahlt werden und nicht selten kommt eine Immobilie "unter den Hammer", wenn der Ernstfall durch den Tod des Darlehensnehmers eingetreten ist.
Risikolebensversicherung: Todesfallschutz sichert Hinterbliebene ab
Eine Risikolebensversicherung eignet sich nicht nur für Selbstständige, sondern insbesondere für Familien, die auf einen Alleinverdiener angewiesen sind und gleichzeitig hohe Kreditverpflichtungen erfüllen müssen. Diese Versicherung ist ein reiner Todesfallschutz, der auf einen Kapitalaufbau verzichtet, sodass die Beiträge weit unter denen einer klassischen kapitalbildenden Lebensversicherung liegen.
Zu den Vorzügen dieser Versicherungsform gehört, dass Laufzeit und Höhe der Versicherungssumme individuell vom Versicherungsnehmer gewählt werden können. Je kürzer Laufzeit und Versicherungssumme, desto günstiger fallen die Beiträge aus. Jeder, der seine Hinterbliebenen ausreichend absichern will, sollte jedoch nicht an der Versicherungssumme sparen. Schließlich soll dieser Betrag, der im Todesfall des Versicherungsnehmers ausgezahlt wird reichen, den Lebensunterhalt der Angehörigen zu sichern wie auch die Belastungsraten zu stemmen.
Schliesst man eine Police ab, sollte man sich für ein Versicherungsunternehmen entscheiden, das eine Nachversicherungsgarantie anbietet. Konkret bedeutet dies, dass sich die Höhe der Versicherungssumme zu einem späteren Zeitpunkt flexibel anpassen lässt, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung fällig wird. Diese gehört zu den Vertragsbedingungen und nimmt auch Einfluss auf die Beitragshöhe. Die Krankenvorgeschichte, der aktuelle Gesundheitszustand, das Alter, das Geschlecht und individuelle Risiken bestimmen unterm Strich die Kosten. Wer jedoch nicht bei der Wahrheit bleibt und gesundheitliche Einschränkungen verschweigt, läuft im Versicherungsfall Gefahr einer Leistungsverweigerung.
Berufsunfähigkeitsschutz: finanzielle Risiken minimieren
Wer nicht mehr uneingeschränkt seinem Beruf nachgehen kann, muss mit enormen finanziellen Einbußen leben. Vater Staat bietet Betroffenen kaum finanzielle Hilfen und wer sich vor dem finanziellen Ruin schützen will, sollte sich insbesondere als Darlehensnehmer schützen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet mit einer vertraglich vereinbarten Rentenzahlung, wenn eine Berufsunfähigkeit diagnostiziert wird.
Finanzielle Risiken lassen sich abfedern, ohne dass der Immobilienbesitzer in eine wirtschaftliche Schieflage gerät und weiterhin sein Baudarlehen bedienen kann. Individuelle Risiken, der Beruf, Alter, Geschlecht, die Rentenhöhe und in erster Linie der Gesundheitszustand nehmen auf die Beitragshöhe des wichtigen Berufsunfähigkeitsschutzes Einfluss. Gesundheitsrelevante Fragen müssen jedoch wahrheitsgemäß beantwortet werden, damit im Ernstfall keine Leistungsverweigerung droht.
Arbeitslosenversicherung: lückenhafter SchutzWer plötzlich ohne Arbeit dasteht, muss mit finanziellen Einschränkungen rechnen. Selten reicht das gesetzliche Arbeitslosengeld, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten und gleichzeitig ein Darlehen zu bedienen. Die Versicherungsbranche bietet seit geraumer Zeit eine Arbeitslosenversicherung an, die unter anderem die Differenz zwischen dem gewohnten Monatseinkommen und dem gesetzlichen Arbeitslosengeld auffangen soll. Ein Schutz wird auch unter der Bezeichnung Verdienstausfallversicherung geführt, wobei sich im Falle einer Arbeitslosigkeit der Schutz meist als nicht ausreichend erweist. Lediglich bis zu 50 Prozent der monatlichen Belastungsraten werden vom Versicherer übernommen und dies in der Regel nur zeitlich begrenzt.

